
Friedrich Wilhelm Nietzsche
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Nach zehn Jahren der Einsamkeit in den Bergen steigt Zarathustra zu den Menschen hinab, um ihnen seine neu gewonnene Weisheit zu verkünden. In einer Reihe poetischer Reden und Gleichnisse lehrt er den Tod Gottes und fordert den Menschen auf, sich selbst zu überwinden und zum Übermenschen zu werden. Er wendet sich gegen die überlieferte Moral, religiöse Gewissheiten, den Herdentrieb und den Staat als neuen Götzen. Die drei Verwandlungen des Geistes – vom Kamel über den Löwen zum Kind – versinnbildlichen den Weg von Gehorsam und Auflehnung zur schöpferischen Erschaffung neuer Werte. Im Zentrum seiner Lehre stehen außerdem der Wille zur Macht und die ewige Wiederkunft, die eine vorbehaltlose Bejahung des Lebens mit all seinen Freuden und Leiden verlangt. Auf seinen Wanderungen sucht Zarathustra nach Menschen, die seine Botschaft verstehen, zieht sich jedoch immer wieder in die Einsamkeit zurück, weil die Menge noch nicht bereit ist, ihre bisherigen Werte hinter sich zu lassen.
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